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ThemenGewalt gegen Frauen Ein am 17.05.2008 veröffentlichte Bericht von amnesty international beschreibt die Lage von Frauen, die in den Elendsvierteln der urbanen Zentren Brasilien leben. Sie sind ständig in Gefahr, Opfer von der Gewalt zu werden, die sowohl von kriminellen Banden als auch von der Polizei ausgeht. "Die tägliche Realität von Frauen in den brasilianischen Favelas ist katastrophal. Sie sind die nicht wahrgenommenen Opfer der Kriminalität und der Gewalt der Polizei, welche ihr soziales Umfeld seit Jahrzehnten bestimmen,“ berichtet Tim Cahill, Brasilien-Reseacher von Amnesty International, London.
Polizeigewalt in Brasilien amnesty international hat die erschreckende Gewalt in den favelas (benachteiligten Wohngegenden) der urbanen Zentren Brasiliens, die sowohl von Seiten krimineller Banden als auch von den staatlichen Sicherheitskräften ausgehen, untersucht und in mehreren Berichten detalliert dargestellt. amnesty international bittet die bundes- und einzelstaatlichen Behörden dringend einen detaillierten, langfristigen Plan zur Beendigung des Blutvergießens vorzulegen und ein weiteres Abrutschen in die Gesetzlosigkeit zu verhindern.
Der Caveirão Der Caveirão, ein zu einem Militärwagen umgebautes Nutzfahrzeug, ist zum Symbol der Gewalt und Unterdrückung, der Bevölkerung in Brasiliens Armenvierteln (Favelas) geworden. Die brasilianische Elitepolizeieinheit BOPE benutzt die Fahrzeuge, um Favelas unter Schußwaffeneinsatz zu stürmen und die dort lebenden Menschen einzuschüchtern, wobei es immer wieder zu Todesopfern kommt. Allein zwischen Mai und September 2005 wurden 11 Menschen - darunter der 11-jährige Schüler Carlos Henrique – im Zuge von Polizeioperationen getötet, bei denen der Caveirão zum Einsatz kam.
Brasiliens Indigene - Weiterhin Fremde im eigenen Land Seit Jahren kämpfen Brasilien indigene Gemeinschaften um die Anerkennung ihrer Landrechte – und damit um die Sicherung ihres wirtschaftlichen und kulturellen Überlebens. Doch nach wie vor sind sie mit der Untätigkeit der Behörden konfrontiert und massivem Widerstand privater Grundbesitzer ausgesetzt, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. So wurden im Jahr 2005 mindestens 38 indigene AktivistInnen ermordet.
Menschenrechtsverletzungen in Gefängnissen - Jugendliche besonders gefährdet Folter und Misshandlung sind in Brasiliens Hafteinrichtungen allgegenwärtig. Sie werden bei Vernehmungen, aber auch zur Erpressung und Einschüchterung eingesetzt. In den überfüllten Jugend-Gefängnissen kommt Folter systematisch als Kontrollinstrument zur Anwendung. Auch werden Jugendliche gesetzeswidrig in Erwachsenenanstalten überstellt, wo die Bedingungen noch weitaus brutaler sind. Kritik an diesen Missständen wird von den brasilianischen Behörden weitgehend ignoriert.
Menschenrechtsverletzungen an Menschenrechtsverteidiger(innen) Menschenrechtler(in) zu sein kann in Brasilien ein gefährliches, ja sogar tödliches Unterfangen sein. Wer für mehr Würde und Rechte von anderen kämpft, erleidet oft als Erster schwere Verletzungen des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit. Eine alarmierende Zahl von Menschenrechtler(inne)n wird ständig mit dem Tod bedroht und eingeschüchtert.
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